Der Masterstudiengang Mediendramaturgie vermittelt vertiefende Kenntnisse in der Geschichte, Ästhetik und Theorie audiovisueller Medien mit Schwerpunkt im Bereich des bewegten Bildes. Im Zentrum steht die übergreifende Auseinandersetzung mit medialenDramaturgien und Inszenierungsstrategien. Der Studiengang greift praxisnah crossmediale Schnittstellen und Wechselprozesse auf und befähigt zur kritisch reflektierten Erforschung vielfältiger medialer Formate. Es besteht zudem die Möglichkeit, Einblicke inmedienpraktische Arbeitsprozesse zu gewinnen.
Die Mediendramaturgie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist:
… projektorientiert
Ein wesentlicher Bestandteil des Studiengangs sind die mediendramaturgischen Labore, die jeweils im 1. und im 2. Semester absolviert werden können. In diesen Veranstaltungen werden Sie in verschiedene Aufgabenfelder und Aspekte der medialen Produktion eingeführt und haben die Möglichkeit, an der Konzeption und Entwicklung eigener medialer Projekte sowohl individuell als auch in Gruppen zu arbeiten.
… medienübergreifend
Wir beschäftigen uns in den wissenschaftlichen und in den medienpraktischen Lehrveranstaltungen mit medialen Formaten, die vom Kino und Fernsehen über Hörfunk und akustisch/performativer Kunst bis hin zu web-basierten Erzählformen, interaktiven Erzählungen und Games reichen; und zwar unabhängig davon, ob es sich um dokumentarische oder fiktionale Arbeiten handelt.
… transdisziplinär
Die Mediendramaturgie arbeitet in einem nationalen und internationalen Forschungsnetz und in enger Kooperation mit anderen Fächern des Instituts für Film-, Theater-, Medien- und Kulturwissenschaft (FTMK) sowie mit Sendeanstalten, Filmfestivals und anderen Einrichtungen des kulturellen Lebens in der Region.
Sie beschäftigen sich mit audiovisuellen Bewegtbildkulturen und lernen aktuelle konzeptuelle Zugänge, Methoden und Perspektiven der Filmwissensschaft und Mediendramaturgie vertiefend kennen. In den letzten Jahren wurden hier zum u. a. folgende Seminare angeboten: „Kritische Phänomenologie der Körper“, „Audiovisuelle Formen der Migrationserfahrung“, „Theorien der politischen Ästhetik“, „Production Studies“ und „Cinematic Cities“.
In dieser Studienphase geht es um Einblicke in aktuelle Arbeitsbereiche und -prozesse der Medienproduktion. Hier finden projektorientierte Veranstaltungen statt, in denen Sie ans praktische Arbeiten und Konzeptualisieren herangeführt werden. Im Zentrum stehen die beiden Mediendramaturgischen Labore I (Wintersemester) und II (Sommersemester).
In diesem Modul werden historische, soziale, politische und ästhetische Wechselbeziehungen zwischen der Dramaturgie von Bewegtbildmedien und technischen sowie gesellschaftlichen Systemen transdisziplinär diskutiert. In den letzten Semestern fanden hier beispielsweise Veranstaltungen wie „Film- und Mediengeschichtsschreibung aus dem Blickwinkel digitaler Kulturen“, „Image and Text“, „Critical Data Studies in der Film- und Medienwissenschaft“ und „TOUCH – between physical contact and artistic impact“ statt.
In dieser Studienphase werden geht es v. a. darum, sich in der Forschungslandschaft selbst besser zu positionieren und zu verorten, differenzierte Fragestellungen zu entwickeln und wissenschaftliche Aufgabestellungen zu bearbeiten (etwa im Hinblick auf die Masterarbeit). Lehrveranstaltungen wie „Erzähltheorien im Medienvergleich“, „Plattformdramaturgien“, „Race und Medientechnologien“, „Graphic Narratives / Visual Culture“, „Ethnografie und Film im Werk von Jean Rouch“, „Körper als mediatisierte Schauplätze von Differenz“ und „Filmgeschichte als Fernsehgeschichte und Fernsehgeschichte als Filmgeschichte“.
Sie können Sie in einer außerakademischen Institution Ihre wissenschaftlichen Fähigkeiten erproben und Erfahrungen im Arbeitsumfeld sammeln. Studierende haben in den letzten Jahren Praktika zum Beispiel in der Redaktion vom Kleinen Fernsehspiel – ZDF, in der Abteilung Film und Planung des SWR, in Produktionsfirmen wie Bentlevision (Berlin) und bei Videogame-Entwicklern wie ByteRockers Games (Berlin) absolviert.
Alternativ erhalten Sie Einblick in kulturwissenschaftliche oder medientheoretische Seminare aus den Fächern Kulturanthropologie/Volkskunde, Theaterwissenschaft oder Medienkulturwissenschaft sowie Humangeographie, Medienrecht, Kunstgeschichte oder Medienmanagement.
Sie fertigen Ihre Abschlussarbeit an. Das kann entweder eine wissenschaftliche oder medienpraktische Masterarbeit mit wissenschaftlicher Reflexion sein.
Eine genaue Übersicht finden Sie im Studienverlaufsplan und im Modulhandbuch.
Zugangsvoraussetzung ist ein B.A.-Abschluss im Fach Filmwissenschaft oder einem verwandten film-, kunst- oder medienwissenschaftlichen Fach mit mindestens 30 Leistungspunkten im Bereich Film, Fernsehen und Neue Medien. Wenn Sie sicherstellen möchten, dass Sie diese Voraussetzung erfüllen, können Sie sich an studienfachberatung-mediendramaturgie@uni-mainz.de wenden.
Die Hauptunterrichtsprache ist Deutsch. Ein Teil der Fachliteratur ist in englischer Sprache verfasst. Ihre Englischkenntnisse sollten Sie dazu befähigen, diese Originaltexte lesen und verstehen zu können.
Der Studiengang kooperiert in einigen Modulen mit dem Masterstudiengang Filmwissenschaft. Entsprechend sollten Sie eine Neugier für das Fach mitbringen.
Aber auch ein Interesse an selbständigem Arbeiten, kritischer Selbstreflexion, und Projektarbeit sind im Studium (und der Arbeitswelt) sehr willkommen.
Bitte beachten Sie, dass der Studienbeginn nur zum Wintersemester möglich ist. Eine Bewerbung ist jeweils ab Anfang April bis zum 15. Mai möglich. Sie finden alle Informationen über den Studiengang im Studiensteckbrief. Weiteres über das Bewerbungsverfahren erfahren Sie auf der Seite des Studierendenservice.