Dr. Leonie Zilch

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, B.A.-Studienfachberaterin

Forschungsschwerpunkte

  • Filmtheorie, insbesondere Feministische Filmtheorie
  • Gender Studies
  • Mediale Körperregime
  • Porn Studies
  • Das Dokumentarische

 

Biografie

Leonie Zilch studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Philosophie und Germanistik an der Goethe-Universität Frankfurt. Von 2016 bis 2020 war sie Kollegiatin des DFG-Graduiertenkollegs „Das Dokumentarische. Exzess und Entzug“ an der Ruhr-Universität Bochum. Dort promovierte sie 2020 mit der Dissertation „Erregende Dokumente. Pornografie und dokumentarische Autorität“. Seit Oktober 2020 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der Filmwissenschaft am Institut für Film-, Theater-, Medien- und Kulturwissenschaft, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, am Lehrstuhl von Prof. Dr. Marc Siegel.

Aufgabenbereiche

BA-Studienfachberatung Filmwissenschaft

Vertrauensdozentin

 

Mitgliedschaften

Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) – AG Gender/Queer Studies & Medienwissenschaft

European Network for Cinema and Media Studies (NECS)

 

Lehrveranstaltungen

MA Ü. Körper/Bilder/Kulturen: Bewegte Lust: Pornografie als Gegenstand der Film- und Medienwissenschaft

Dr. Leonie Zilch

Kurzname: Ü.Körp/Bild/Kult
Kursnummer: 05.054.605

Empfohlene Literatur

(Walter, Kendrick) (1987): The Secret Museum. Pornography in Modern Culture. New York: Viking.

(Williams, Linda) (1995): Macht, Lust und die Traditionen des pornographischen Films. Basel: Stroemfeld.
 

Inhalt

Mit ihrer bahnbrechenden Untersuchung „Hard Core. Power, Pleasure and the ›Frenzy of the Visible‹“ legte die US-amerikanische Filmwissenschaftlerin Linda Williams 1989 den Grundstein für die heutigen Porn Studies, der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit
pornografischen Filmen. Erstmals fragte sie nach Form, Funktion und Geschichte des Genres, anstatt sich an den gesellschaftlichen Grabenkämpfen um den (Un-)Wert pornografischer Filme zu beteiligen. Williams bezieht sich in ihrer Analyse auf die pornografischen
Spielfilme der 1970er und 80er Jahre, die Filme der „Golden Ages of Porn“ bzw. des „Porno Chic“. Seit damals hat sich sowohl in der Pornobranche als auch in der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Pornografie einiges getan. Spätestens seit 2014, mit der Veröffentlichung der ersten Ausgabe des Journals Porn Studies, kann die gleichnamige Disziplin als wissenschaftlich etabliert gelten. Das Seminar versteht sich als Einführung in die film- und medienwissenschaftliche Auseinandersetzung mit Pornografie. Gegenstand
des Seminars werden neben zu lesender Fachliteratur pornografische Filme, Videos und Plattformen sein. Es wird von den Teilnehmenden die Bereitschaft erwartet, sich mit sexuell explizitem Material auseinanderzusetzen. Die Teilnahme ist entsprechend nur volljährigen
Personen gestattet.

Voraussetzungen / Organisatorisches

Da die Sichtung pornografischen Materials ein zentraler Bestandteil des Seminars ist und für dessen erfolgreichen Abschluss notwendig, ist die Teilnahme nur volljährigen Studierenden gestattet.

Termine:

Datum (Wochentag)UhrzeitOrt

Semester: SoSe 2021

Publikationen