Lehrveranstaltungen Filmwissenschaft / Mediendramaturgie

MA S. Formen audiovisueller Erzählungen: Rainer Werner Fassbinder

PD Dr. Bernd Kiefer

Kurzname: S Formen audiovErzäh
Kursnummer: 05.054.555

Inhalt

Als Rainer  Werner Fassbinder (*1945) im Juni 1982 starb, nannte ihn der Filmkritiker Wolfram Schütte in seinem Nachruf das „Herz“ des Neuen Deutschen Films. Fassbinder war nicht nur als Regisseur, Autor, Dramatiker und Theatermacher ungemein produktiv. Er hat sich in seinem Werk auch stets auf provozierende Weise mit Deutschland auseinandergesetzt, mit der katastrophalen Geschichte und mit der von Fassbinder als nicht minder katastrophal empfundenen Gegenwart der BRD. Seine Filme – er präferierte das Genre
des Melodrams – lassen sich lesen als filmische Geschichte Deutschlands, der Körper, der Mentalitäten, der Gefühle. Im Seminar sollen in dieser Perspektive folgende Filme behandelt werden: „Katzelmacher“ (1969), Händler der vier Jahreszeiten“ (1971), „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“ (1971), „Fontane Effi Briest“ (1973), „Angst essen Seele auf“ (1973), „In einem Jahr mit 13 Monden“ (1978), „Die Ehe der Maria Braun“ (1978), „Die 3. Generation“ (1979), „Lili Marleen“ (1980), „Berlin Alexanderplatz“ (1980), „Lola“ (1981) und „Die Sehnsucht der Veronika Voss“ (1981).

Grundlagentext für die Arbeit im Seminar ist das Buch von Thomas Elsaesser: „Rainer Werner Fassbinder“ (Berlin 2001). Zur Einführung in den Kontext des Neuen Deutschen Films ist zu empfehlen der von Norbert Grob, Hans Helmut Prinzler und Eric Rentschler herausgegebene Band: „Neuer Deutscher Film“ (Stuttgart 2012). Da RWF in diesem Jahr 75 Jahre alt würde, ist u. U. auf Neues über sein Werk zu reagieren.
 

Termine:

Datum (Wochentag)UhrzeitOrt

Semester: WiSe 2020/21