Lehrveranstaltungen Filmwissenschaft / Mediendramaturgie

S. Kategorien und Institutionen: Gatekeeping – Medien der Zugangsregulierung

Franziska Reichenbecher M.A.

Kurzname: S Kategorien
Kursnummer: 05.054.16_720

Inhalt

Im Sinne der Verzahnung von Forschung und Lehre ist dieses Seminar als begleitendes Lehrangebot zur Konferenz »gate|keeping: Akteure, Architekturen, Prozesse« konzipiert, welche die Medienkulturwissenschaft am 19. und 20. November 2020 an der JGU Mainz veranstaltet. Der Konferenzbesuch an beiden Tagen ist daher für alle Seminarteilnehmer*innen verpflichtend und bildet die Grundvoraussetzung zum Besuch des Seminars.

Als Gatekeeper werden Agenturen bezeichnet, die über Ein- und Ausschlüsse entscheiden und damit die Zirkulation von Informationen, Dingen und Subjekten regulieren. Damit kommt ihnen eine gesteigerte Handlungsmacht zu, die sich jedoch häufig der Beobachtbarkeit entzieht. So werden Entscheidungen von Nebenfiguren getroffen oder auf schwer identifizierbare Akteure verteilt, in Hinterzimmern oder innerhalb technischer Blackboxes gefällt. Aus medienkulturwissenschaftlicher Perspektive wird Gatekeeping als medialer Komplex der Zugangskontrolle verstehbar, an dem menschliche Akteure, materielle Architekturen und Computerprogramme (Codes und Algorithmen) gleichermaßen beteiligt sind. Dabei rücken insbesondere die Materialität und Operativität dieser vernetzten Medientechnologie ins Zentrum.

Auf Grundlage der interdisziplinären Konferenzvorträge und anhand von Texten der Referent*innen sowie ausgewählter Forschungsliteratur werden im Seminar einerseits medientheoretische Überlegungen zum Gatekeeping vermittelt und andererseits konkret situierte Gatekeeping-Konstellationen und -Figuren untersucht, etwa mit Blick auf Hausmeister und Türsteher, Behörden-, Residenz- und Flughafenarchitektur sowie Moderation und Zensur. Diskutiert werden dabei u.a. die Selektionskriterien und Machtrelationen von Gatekeeping-Prozessen, das Verhältnis zwischen Gate und Keeper sowie die Kontrollierbarkeit der Kontrolleure. Ziel des Seminars ist außerdem, den Studierenden einen Einblick in die Konferenzkultur zu bieten und die aktive Teilnahme am akademischen Diskurs zu fördern.

Das Seminar findet als Blockveranstaltung in Form synchroner Seminarsitzungen an folgenden Terminen statt: 

Vorbesprechung & Einführung: 

Freitag, 13. November (10:00 – 13:00 Uhr)

Konferenzbesuch: 

Donnerstag, 19. November 2020 (voraussichtlich 14:30 – 17:45 Uhr) 

Freitag, 20. November 2020 (voraussichtlich 09:30 – 17:00 Uhr) 

Konferenzort: Helmholtz-Institut Mainz, Staudingerweg 18, 55128 Mainz (auf dem Campus der JGU), Konferenzraum 00.133 + 00.135 (Erdgeschoss). Die endgültigen Uhrzeiten der Konferenzpanels sowie Pausenzeiten werden noch bekanntgegeben.

Konferenzauswertung & Diskussion: 

Freitag, 11. Dezember 2020 (9:00 –16:00 Uhr) 

Samstag, 12. Dezember 2020 (9:30 – 12:00 Uhr) 

Wichtige Hinweise:?- Die Teilnehmer*innen werden bis zum Vorlesungsbeginn von der Dozentin über die technische Organisation der synchronen Seminarsitzungen informiert.?- Aufgrund der Pandemie wird die Konferenz gegebenenfalls als Webkonferenz durchgeführt. In diesem Fall werden die Seminarteilnehmer*innen entsprechend benachrichtigt und erhalten rechtzeitig alle nötigen Informationen und Zugangsdaten.

Bei inhaltlichen und organisatorischen Fragen wenden Sie sich bitte an franziska.reichenbecher@uni-mainz.de

Termine:

Datum (Wochentag)UhrzeitOrt
19.11.2020 (Donnerstag)14.30 - 17.45 UhrHelmholtz-Institut Mainz, Staudingerweg 18, Konferenzraum 00.133 + 00.135
20.11.2020 (Freitag)09.30 - 17.00 UhrHelmholtz-Institut Mainz, Staudingerweg 18, Konferenzraum 00.133 + 00.135

Semester: WiSe 2020/21