Vertr.-Prof. Dr. Marc Siegel

Vertretungsprofessor

Forschungsschwerpunkte

  • Avantgarde-Kino, insbesondere europäischer und amerikanischer Underground der 1960er Jahre
  • Queer und Gender Studies
  • Film & Performance
  • Film & Bildende Künste
  • Ästhetik des Films
  • Film Curating

 

Biografie

Von Oktober 2018 bis September 2020 vertritt Marc Siegel eine Professur für Filmwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU). Zuletzt war er als Vertretungsprofessor an der Universität Hildesheim, der Freien Universität Berlin (FU) und der Goethe-Universität Frankfurt am Main tätig. Er hat sein Studium in Film und Fernsehen an der University of California, Los Angeles 2010 mit einer Promotion abgeschlossen. 2017 wurde er mit der Arbeit „Queer Cinema Travels“ an der FU Berlin habilitiert.

Lehrveranstaltungen

MA VL. Perspektiven der Medienästhetik: Das Detail

PD Dr. Marc Siegel

Kurzname: VL:Persp.Medienästh
Kursnummer: 05.054.595

Inhalt

In der Wissenschaft hat das Detail nicht den besten Ruf. Es wird oft als zu klein, unvollständig oder bedürftig bezeichnet. Es lenkt uns von dem Wesentlichen ab, von dem Idealen oder dem Universellen. Das Wichtigste liegt ja angeblich woanders. Verlier Dich nicht in den Einzelheiten. Die Literaturwissenschaftlerin Naomi Schor hat bekanntlich eine ablehnende Haltung gegenüber dem Detail mit der Unterbewertung des Weiblichen in Zusammenhang gebracht. "Is the detail feminine?" fragt sie auf der ersten Seite ihres bahnbrechenden Buches Reading in Detail: Aesthetics and the Feminine (1987). Die Antwort ihres Buches lautet mehr oder weniger "ja." Schor verweist auf Poststrukturalismus und vor allem auf die Arbeit von Roland Barthes zum "Punktum" und "stumpfen Sinn", um eine mögliche geschlechtsneutrale Umwertung des Details zu finden. Wie steht es Heute? Die Frage nach dem Geschlecht des Details ist nur eine von vielen Möglichkeiten, sich dem Thema der Ringvorlesung zu nähern. Welche Rolle spielt das Detail im wissenschaftlichen Diskurs? Welche Details sind für die Filmanalyse von Relevanz? Was gilt als filmisches Detail? Welchen Status hat das Detail in der gegenwärtigen Ästhetik? Welche Einzelheiten werden hervorgehoben und warum? Wieviele Details sind zu viel? Gemeinsam mit einer interdisziplinären Gruppe von Wissenschaftler*innen  werden wir uns im Laufe der Ringvorlesung im Detail verlieren, um hoffentlich seinen wohlverdienten und unersetzlichen Platz in der Wissenschaft gerecht zu werden.

Termine:

Datum (Wochentag)UhrzeitOrt
15.10.2019 (Dienstag)18.15 - 19.45 Uhr00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
22.10.2019 (Dienstag)18.15 - 19.45 Uhr00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
29.10.2019 (Dienstag)18.15 - 19.45 Uhr00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
05.11.2019 (Dienstag)18.15 - 19.45 Uhr00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
12.11.2019 (Dienstag)18.15 - 19.45 Uhr00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
19.11.2019 (Dienstag)18.15 - 19.45 Uhr00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
26.11.2019 (Dienstag)18.15 - 19.45 Uhr00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
03.12.2019 (Dienstag)18.15 - 19.45 Uhr00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
10.12.2019 (Dienstag)18.15 - 19.45 Uhr00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
17.12.2019 (Dienstag)18.15 - 19.45 Uhr00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
07.01.2020 (Dienstag)18.15 - 19.45 Uhr00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
14.01.2020 (Dienstag)18.15 - 19.45 Uhr00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
21.01.2020 (Dienstag)18.15 - 19.45 Uhr00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
28.01.2020 (Dienstag)18.15 - 19.45 Uhr00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
04.02.2020 (Dienstag)18.15 - 19.45 Uhr00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus

Semester: WiSe 2019/20