Dr. Roman Mauer

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

IllustrationForschungsschwerpunkte

  • Narration und Ästhetik der Simultaneität
  • Narratologie des Films, des Comics und der akustischen Kunst
  • Filmstilistik
  • Audiovisuelle Filmdidaktik, Methoden der Visualisierung
  • Inter- und Transkulturalität des Films
  • Gegenwartstendenzen des Dokumentarfilms

 

Biografie

Roman Mauer ist Akademischer Rat im Bereich Filmwissenschaft / Mediendramaturgie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Er studierte Filmwissenschaft, Literaturwissenschaft und Ethnologie in Mainz und promovierte 2004 mit einer Studie zu Jim Jarmusch. Er lehrte er an der HFF München (2005-2009), dffb Berlin, HFF „Konrad Wolf“ Potsdam/Babelsberg und HS Mainz. Seit 2008 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Johannes Gutenberg-Universität und gestaltete internationale Vortragsreihen und medienpraktische Kooperationsprojekte mit u.a. ZDF/arte, der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Deutschen Kinemathek Berlin, HFF Potsdam/Babelsberg oder dem Institut für Mediengestaltung Mainz.

Mitglied- und Herausgeberschaften

Lehrveranstaltungen

HS. Film/Fernsehen/Neue Medien: Deutsche Qualitätsserien

Dr. Roman Mauer

Kurzname: HS Film/TV/NeuMedien
Kursnummer: 05.054.16_930

Empfohlene Literatur

Eine ausführliche Literaturliste wird in der ersten Sitzung ausgegeben. Zur Einführung seien empfohlen:
Nesselhauf, Jonas u. Markus Schleich (2016): Fernsehserien: Geschichte, Theorie, Narration. Tübingen.
Gregory Mohr (2018): Slow-Burn-Narration. Langsames Erzählen in zeitgenössischen Fortsetzungsserien, Wiesbaden: Springer VS.

Inhalt

Außer Mutlosigkeit und Bewunderung, so schien es, hatte man in Deutschland den US-Fernsehserien (wie u.a. BREAKING BAD, 2008-13) lange Zeit nichts entgegenzusetzen. Lediglich Dominik Graf und Rolf Basedow wurde von Kritikern attestiert, mit IM ANGESICHT DES VERBRECHENS (2010, ARD) eine adäquate, aber singuläre Antwort auf das sogenannte Quality-TV zu geben. In der öffentlichen Wahrnehmung änderte sich das Bild ab 2015 (mit DEUTSCHLAND 86, AMC/RTL). Von einer Trendwende wird ab 2017 gesprochen, angesichts der Erfolge von Serien wie u.a. DARK (2017-, Netflix), 4BLOCKS (2017-, TNT), BABYLON BERLIN (2017-, ARD, Sky u.a.) oder BAD BANKS (2018-, ZDF/arte).

Das Mainzer ZDF hat 2017 mit Beta Film das Joint Venture „Intaglio Film“ gegründet, um hochwertige Serien für den internationalen Markt zu produzieren. Erstes Projekt ist die Serien-Adaption des Bestsellers DER SCHWARM (2004) von Frank Schätzing, einem Stoff, der jahrelang als potentiell neuer Blockbuster in Hollywood durch die Hände der Produzenten ging. Das ZDF konnte dafür den Regisseur Alan Taylor (GAME OF THRONES, THOR 2, SOPRANOS) und den GAME-OF-THRONES-Produzenten Frank Doelger (auch Geschäftsführer von Intaglio Film) gewinnen. Wir werden Frank Zervos, den Leiter der ZDF-Hauptredaktion Fernsehfilm/Serie I, im Seminar zu Gast haben, der über die laufende Drehbuchentwicklung der Serie berichten kann.

Die aktuelle Sichtweise, die ein spätes Heranreifen der deutschen Serien zum US-amerikanischen Standard postuliert, übersieht, dass die Geschichte des öffentlich-rechtlichen Fernsehens schon früh (und immer wieder) Qualitätsserien hervorgebracht hat. Angefangen 1959 mit SO WEIT DIE FÜßE TRAGEN (R: Fritz Umgelter), lässt sich nicht nur an herausragende Serien von Autorenfilmern wie Rainer Werner Fassbinder (BERLIN ALEXANDERPLATZ, 1980) oder Edgar Reitz (HEIMAT, 1984, 1993, 2007, 2015) denken, sondern auch an einschlägige Produktionsformate, wie die ZDF-Abenteuervierteiler (1964-1983), unter denen sich Filme von Wolfgang Staudte (DER SEEWOLF, 1971) und Wolfgang Liebeneiner (DIE SCHATZINSEL, 1966) finden, wie auch die ZDF-Weihnachtsserien (1979-1995), darunter Erfolge wie JACK HOLBORN (1982) oder ANNA (1987). Nicht zuletzt sind da kontrovers diskutierte Serien mit politischen Auswirkungen (UNSERE MÜTTER, UNSERE VÄTER, 2013). Auch werden erfrischende Ansätze übersehen, wie des ZDF-Formatlabors Quantum (z.B. die Serie FAMILIE BRAUN, die 2017 einen Emmy erhielt), ZDFneo (BLOCKBUSTAZ, GREYZONE - NO WAY OUT) oder funk (DRUCK, 2018-).

Ziel ist es, die Entwicklung der deutschen Fernsehserie nachzuzeichnen, um die gegenwärtigen Trends der Internationalisierung vor dem Hintergrund der Fernsehgeschichte einzuordnen. Der Schwerpunkt wird dabei auf dem ZDF liegen. Wir werden dabei analysieren, wie sich dramaturgische Konzepte von Plot- und Figurenentwicklung, wie sich Casting-, Produktions- und Marketingstrategien sowie die Kamera-, Licht- und Montage-Ästhetik im Laufe der Zeit und gesellschaftlichen Umbrüche verändert haben. Nicht zuletzt wird uns interessieren, welche Antwort heute das öffentlich-rechtliche Fernsehen auf die Herausforderung durch Streaming-Dienste (wie Netflix) zu geben sucht.

Termine:

Datum (Wochentag)UhrzeitOrt
14.10.2019 (Montag)12.15 - 13.45 Uhr00 113 Seminarraum
9181 - Medienhaus
21.10.2019 (Montag)12.15 - 13.45 Uhr00 113 Seminarraum
9181 - Medienhaus
28.10.2019 (Montag)12.15 - 13.45 Uhr00 113 Seminarraum
9181 - Medienhaus
04.11.2019 (Montag)12.15 - 13.45 Uhr00 113 Seminarraum
9181 - Medienhaus
11.11.2019 (Montag)12.15 - 13.45 Uhr00 113 Seminarraum
9181 - Medienhaus
18.11.2019 (Montag)12.15 - 13.45 Uhr00 113 Seminarraum
9181 - Medienhaus
25.11.2019 (Montag)12.15 - 13.45 Uhr00 113 Seminarraum
9181 - Medienhaus
02.12.2019 (Montag)12.15 - 13.45 Uhr00 113 Seminarraum
9181 - Medienhaus
09.12.2019 (Montag)12.15 - 13.45 Uhr00 113 Seminarraum
9181 - Medienhaus
16.12.2019 (Montag)12.15 - 13.45 Uhr00 113 Seminarraum
9181 - Medienhaus
06.01.2020 (Montag)12.15 - 13.45 Uhr00 113 Seminarraum
9181 - Medienhaus
13.01.2020 (Montag)12.15 - 13.45 Uhr00 113 Seminarraum
9181 - Medienhaus
20.01.2020 (Montag)12.15 - 13.45 Uhr00 113 Seminarraum
9181 - Medienhaus
27.01.2020 (Montag)12.15 - 13.45 Uhr00 113 Seminarraum
9181 - Medienhaus
03.02.2020 (Montag)12.15 - 13.45 Uhr00 113 Seminarraum
9181 - Medienhaus

Semester: WiSe 2019/20

Publikationen

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2019

2017

  • Mauer, Roman:
    Point Blank
    Grob, Norbert (Hrsg.). Stilepochen des Films. Bd. 4. New Hollywood. Stuttgart, : Reclam, 2017. S. 75 - 83

2016

  • Hesse, Christoph ; Keutzer, Oliver ; Mauer, Roman ; Mohr, Gregory:
    Filmstile
    Wiesbaden, : Springer VS, 2016. 435 S. 

  • Mauer, Roman:
    Regen
    Koebner, Thomas (Hrsg.). Standardsituationen im Film. Marburg, : Schüren, 2016. S. 258 - 261

2015

  • Mauer, Roman:
    Eureka
    Ritzer, Ivo (Hrsg.). Stilepochen des Films. Bd. 8. Neues ostasiatisches Kino. Stuttgart, : Reclam, 2015. S. 83 - 90

2014

2013

2012

2011

2010

2009

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