Das Master-Studium der Filmwissenschaft begleitet Sie in der Weiterentwicklung und Profilierung ihrer film- und medienwissenschaftlichen Expertise. Dabei werden Sie zu einer kritischen Navigation in der gegenwärtigen Film- und Medienkultur befähigt. Vor diesem Hintergrund vertieft der MA-Studiengang in kleinen Seminargruppen Kenntnisse der Geschichte, Ästhetik und Theorie audiovisueller Medien, auch abseits dominanter Sphären von Kino und Kultur.
Der Master Filmwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist:
… aktuell & historisch verortet
Die Lehrveranstaltungen unseres Studienprogramms widmen sich gegenwärtigen Themen der audiovisuellen Medienkultur von hoher gesellschaftlicher Relevanz. Um diese wissenschaftlich untersuchen zu können, ist eine Einordnung in ihre vielfältigen historischen Zusammenhänge notwendig. Beispielorientiert denkt dieses Verständnis zeitgemäßer Filmwissenschaft ästhetische, theoretische und politische Ebenen zusammen.
… kritisch & transkulturell
Filmwissenschaftliches Arbeiten bedeutet fundierte und differenzierte Kritik spezifischer Formen der Film- und Medienkultur. Das schließt die Fähigkeit ein, komplexe theoretische Argumente mündlich und schriftlich zu artikulieren – aber auch die Bereitschaft, über vertraute Perspektiven hinauszudenken. Das Infragestellen etablierter Normen und dominanter Hierarchien ist dafür ebenso zentral wie ein kulturübergreifender Blick. Unsere derzeitigen Lehr- und Forschungsschwerpunkte liegen etwa in (queer)feministischen und dekolonialen Ansätzen.
… lokal & international vernetzt
Die Mainzer Filmwissenschaft ist in besonderer Weise mit angrenzenden Fächern der Theater-, Medien- und Kulturwissenschaft an der JGU verflochten. Die Medienstadt Mainz im Herzen des Rhein-Main-Gebiets bietet zahlreiche Verbindungen zu Sendeanstalten, Filmfestivals, Archiven, Museen und vielen anderen kulturellen Einrichtungen. Im Zuge dieses universitätsweiten und regionalen Netzwerks sind vielfältige internationale Kooperationen entstanden, die der Masterstudiengang fortwährend integriert.
Zu Beginn des Studiums werden filmtheoretische Perspektiven gegenstandsnah an ausgewählten audiovisuellen Formen und Formaten diskutiert, Kategorisierungspraxen in ihrem Wandel aufgefächert sowie analytische Ansätze und Methoden vertieft. In den letzten Jahren gab es u.a. folgende Lehrveranstaltungen: „Filmgeschichte der Dekolonialisierung – Dekolonialisierung der Filmgeschichte“, „Das Super-8-Format“, „Sex im Film“, „Production Studies“, „Kritische Phänomenologie der Körper“.
In Kooperation mit externen Expert:innen und Kulturschaffenden ermöglicht diese Studienphase Einblicke in das breite Spektrum filmwissenschaftlicher Praxis. Dazu gehört auch die Methodik kritischen Schreibens; in der entsprechenden Übung ging es in den vergangenen Semestern z. B. um „Film als Kunst des Versammelns“ und eine „Chronik des Erlebens – Filmkritik im Medienwandel“. Zudem findet hier ein Berufspraktikum nach eigener Wahl im Feld audiovisueller Medienkultur statt; bisherige Praktikumsstellen unserer Studierenden waren z. B. Filmfestivals, TV-Redaktionen, Museen oder Produktionsfirmen.
Gegen Ende des Studiums vertiefen unterschiedliche Veranstaltungsformen virulente Methoden filmwissenschaftlicher Forschung, diskutieren Fragen der Medienästhetik oder Repräsentation sowie erschließen aktuelle transmediale und -kulturelle Phänomene. Das interdisziplinäre Modul verschränkt diese vertiefend mit angrenzenden Fächern wie Kulturanthropologie und Theaterwissenschaft. Themen waren zuletzt etwa: „Körper: Denken, Wissen, Politik“, „Filmsport“, „Critical Data Studies in der Film- und Medienwissenschaft“, „Whose body, whose choice?“, „Kino zu Zeiten der Harlem Renaissance“, „Greening Media“.
Das Abschlussmodul besteht aus einem gemeinsamen Kolloquium und der begleiteten Bearbeitung eines eigenen Forschungsprojekts in Form der Masterarbeit sowie der mündlichen Abschlussprüfung. Verschiedene Themen vergangener Abschlussarbeiten finden Sie bei den „Eindrücken aus dem Studium“.
Eine genaue Übersicht finden Sie im Studienverlaufsplan und im Modulhandbuch.
Zugangsvoraussetzung ist ein B.A.-Abschluss in Filmwissenschaft (Kern- oder Beifach) oder einem verwandten film-, kunst- oder medienwissenschaftlichen Fach mit mindestens 30 Leistungspunkten im Bereich Film bzw. audiovisuelle Medien(kultur). Wenn Sie eine unverbindliche Einschätzung erhalten möchten, ob Sie diese Voraussetzung voraussichtlich erfüllen, können Sie sich an die Studienfachberatung wenden.
Die Hauptunterrichtsprache ist Deutsch; daneben gibt es auch englischsprachige Lehrveranstaltungen. Ein Großteil der Fachliteratur ist in englischer Sprache verfasst. Ihre Englischkenntnisse sollten Sie dazu befähigen, diese Originaltexte lesen und verstehen zu können.
Der Studiengang kooperiert in einigen Modulen mit dem Masterstudiengang Mediendramaturgie. Entsprechend sollten Sie eine Neugier für dieses Fach mitbringen.
Neben der Freude an der Rezeption von Filmen sollten Sie Interesse an der Arbeit mit wissenschaftlichen Texten, dem Verfassen eigener Texte und der Recherche haben. Wichtig ist außerdem ein Interesse an selbständigem Arbeiten und die Bereitschaft zur kritischen Selbstreflexion.
Bitte beachten Sie, dass der Studienbeginn nur zum Wintersemester möglich ist. Eine Bewerbung ist jeweils ab Anfang April bis zum 15. Mai möglich. Sie finden alle Informationen über den Studiengang im Studiensteckbrief. Weiteres über das Bewerbungsverfahren erfahren Sie beim Studierendenservice.