Aktuelles Lehrangebot

PrS. Perspektiven einnehmen: «To make a film means to take a position». Die antikoloniale Filmpraxis von Sarah Maldoror (1929–2020)

Dozent:innen: Univ. Prof. Dr. Linda Hentschel; Jun. -Prof. Dr. Cecilia Valenti-Linsi
Kurzname: 05.054.24_180
Kurs-Nr.: 05.054.24_180
Kurstyp: Projektseminar

Empfohlene Literatur

Ducados, Henda; de Andrade, Annouchka: The Legacies of Sarah Maldoror (1929–2020): A Roundtable. In: Another Gaze, 5, 2001, S. 68–83. 

Guneratne, Anthony R.; Dissanayake, Wimal: Rethinking Third Cinema. Routledge, New York & London 2003. 

Shohat, Ella: Post-Third-Worldist Culture. Gender, Nation, and the Cinema. In: Alexander, Jacui; Mohanty Talpade: Feminist Genealogies, Colonial Legacies, Democratic Futures. 1996, S. 183–209. 


 

Inhalt

Im Selbstbild militanter Filmemacher:innen der 60er Jahre, die sich der sogenannten Drittes-Kino-Bewegung zuordnen lassen, bleiben die Geschlechterhierarchien der traditionellen patriarchalischen Ordnung oft unangetastet. Gender, wie seit den 90er Jahren feministisch inspirierten Studien zum transnationalen Kino festgestellt haben, bildet einen blinden Fleck in der filmischen Darstellung des Befreiungskampfs des globalen Südens. 
Dieses Seminar möchte dem entgegenwirken, indem es eine zentrale Position des antikolonialen und feministischen Weltkinos in den Blick nimmt: jene Sarah Maldorors. 
Geboren 1929 im Südfrankreich, zählte Sarah Maldoror in den 60er Jahren zu den Pionierinnen Schwarzen Filmschaffens. Ihr Werk umfasst fünf Lang- und zahlreiche Kurzfilme, viele auch in Kooperation mit dem Fernsehen produziert. Nach dem Filmstudium in Moskau (1961–62) entwickelte Maldoror ihre Filmarbeit weiter, mit vielen Stationen wie Algerien, Guadeloupe, Martinique, Kongo-Brazzaville, Guinea-Bissau und Frankreich. 
Neben Lektüren, die Maldorors Werk historisch und theoretisch verorten, sowie gemeinsamen Sichtungen sieht das Seminar einen projektorientierten Teil vor. So sollen die Studierenden einen Einblick in die kuratorische Arbeit zur Vorbereitung von Filmreihen gewinnen, zum einen durch die Begegnung mit dem Kurator:innenkollektiv, das 2024 die umfassende Retrospektive Sarah Maldoror. Kontext im Berliner Sinema Transtopia organisiert hat, und zum anderen, indem sie eingeladen werden, in Kleingruppen Filmprogramme zu konzipieren und realisieren, welche das Erbe Sarah Maldorors in unserer postmigrantischen Gegenwart in Deutschland neu verorten und problematisieren. 
 

Termine

Datum (Wochentag) Zeit Ort
17.04.2025 (Donnerstag) 10:15 - 13:45 00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
24.04.2025 (Donnerstag) 10:15 - 13:45 00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
08.05.2025 (Donnerstag) 10:15 - 13:45 00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
15.05.2025 (Donnerstag) 10:15 - 13:45 00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
22.05.2025 (Donnerstag) 10:15 - 13:45 00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
05.06.2025 (Donnerstag) 10:15 - 13:45 00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
12.06.2025 (Donnerstag) 10:15 - 13:45 00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
26.06.2025 (Donnerstag) 10:15 - 13:45 00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
03.07.2025 (Donnerstag) 10:15 - 13:45 00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
10.07.2025 (Donnerstag) 10:15 - 13:45 00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus
17.07.2025 (Donnerstag) 10:15 - 13:45 00 211 Hörsaal
9181 - Medienhaus