Filmwissenschaft

Ü. Filmpraxis: Video-Essay

Dr. Roman Mauer

Kurzname: Ü Filmpraxis
Kursnummer: 05.054.16_820

Inhalt

Im Rahmen der Übung, an der nur BA-Kernfach-Studierende teilnehmen können, werden Grundlagen der Filmproduktionspraxis vermittelt. Die Übung ist eine von zwei Alternativen innerhalb des Wahlpflichtmoduls VIII für Studierende der Filmwissenschaft (Kernfach) im 3. oder 4. Semester. Alternativ zu ihr kann ein privat organisiertes Berufspraktikum absolviert werden.
Zum Inhalt: Die Übung „Filmpraxis“ vermittelt praktische Einblicke in die unterschiedlichen Bereiche, Arbeitsabläufe und Techniken der Film- und audiovisuellen Medienproduktion. Dazu können Übungen zur Recherche und Stoffentwicklung (Konzept, Regie, Produktion etc.), zu Drehprozessen (Kamera, Licht, Ton etc.) und zur Postproduktion gehören.
In Gruppenarbeit erstellen die TeilnehmerInnen eigene audiovisuelle Projekte, die im Rahmen einer Präsentationsveranstaltung und – wenn möglich – im Web abschließend präsentiert werden.
Zu den Anforderungen und Inhalten des Wahlpflichtmoduls „Filmpraxis“ kann neben der medienpraktischen Arbeit an einem audiovisuellen Projekt auch der Besuch diverser filmtechnischer Workshops gehören. Die Übung kann zuweilen auch als Blockveranstaltung freitags und samstags abgehalten werden.

In dem Kurs "Video-Essay" (engl. Audiovisual Essay oder Digital Criticism) wird eine neue Form erprobt, die aktuell die Filmkritik und Filmwissenschaft verändert. Einen Film zu analysieren, ein Stilmittel, ein Motiv, ein Thema oder den Stil eines Regisseurs, kurz: das Nachdenken über Film und Kino erfolgte bislang vor allem im geschriebenen oder gedruckten Wort. Der Video-Essay nutzt stattdessen die vielfältigen Möglichkeiten des filmischen Mediums: Bewegtbild, Montage, Split-Screen, Voice-Over, Freeze-Frame, Zeitlupe, Text-Inserts (etc.). Wie lässt sich also in einem Film über das Medium Film nachdenken? Diese audiovisuelle Form des Denkens ist in den textbasierten Wissenschaften noch nicht selbstverständlich, obwohl das Gehirn Muster und Zusammenhänge schneller in Bild-Text-Kombinationen erfasst. Prägnante Beispiele finden sich bei dem US-amerikanischen Filmemacher Kogonada (http://kogonada.com/): über die Zentralperspektive bei Stanley Kubrick, über das Motiv der Hände bei Robert Bresson, den Unterschied zwischen Italienischem Neorealismus und Classical Hollywood, das starrende Auge bei Alfed Hitchcock (u.a.). Im Videoessay kommt Wissenschaft und Kunst, Analyse und Ästhetik zusammen - zum audiovisuellen Verständnis einer audiovisuellen Form.

Voraussetzungen / Organisatorisches

Die Übung wird von zwei Dozierenden betreut, die mit zwei separaten Gruppen jeweils unterschiedliche Projekte bearbeiten. Die Vorstellung der entsprechenden Themen erfolgt in der konstituierenden Informationsveranstaltung, die bereits am 09. Januar 2018, um 14 Uhr im Medienhaus, Wallstraße 11, stattfinden wird und deren Besuch für alle Interessenten verpflichtend ist.

Die konkrete Anmeldung für einen der beiden Kurse erfolgt ausschließlich (!) in der ersten Anmeldephase.
 

Termine:

Datum (Wochentag)UhrzeitOrt
09.01.2018 (Dienstag)14.15 - 15.45 UhrInformationsveranstaltung im Hörsaal, Medienhaus, Wallstr.11
17.04.2018 (Dienstag)16.15 - 19.45 Uhr01 002 Seminarraum
9181 - Medienhaus
24.04.2018 (Dienstag)16.15 - 19.45 Uhr01 002 Seminarraum
9181 - Medienhaus
08.05.2018 (Dienstag)16.15 - 19.45 Uhr01 002 Seminarraum
9181 - Medienhaus
15.05.2018 (Dienstag)16.15 - 19.45 Uhr01 002 Seminarraum
9181 - Medienhaus
22.05.2018 (Dienstag)16.15 - 19.45 Uhr01 002 Seminarraum
9181 - Medienhaus
29.05.2018 (Dienstag)16.15 - 19.45 Uhr01 002 Seminarraum
9181 - Medienhaus
05.06.2018 (Dienstag)16.15 - 19.45 Uhr01 002 Seminarraum
9181 - Medienhaus
12.06.2018 (Dienstag)16.15 - 19.45 Uhr01 002 Seminarraum
9181 - Medienhaus
19.06.2018 (Dienstag)16.15 - 19.45 Uhr01 002 Seminarraum
9181 - Medienhaus
26.06.2018 (Dienstag)16.15 - 19.45 Uhr01 002 Seminarraum
9181 - Medienhaus
03.07.2018 (Dienstag)16.15 - 19.45 Uhr01 002 Seminarraum
9181 - Medienhaus

Semester: SoSe 2018